Du hast Deine Werkbank aufgebaut. Dein Agent kennt Dich — Deine Ziele, Deine Familie, Deine Arbeitsweise. Er folgt Regeln: Was er tun soll, was er nicht tun soll, wo er die Grenzen hat. Das ist Tutorial 1 und 2.

Aber da ist ein Problem, das Du wahrscheinlich längst gemerkt hast.

Der Agent antwortet auf alles mit derselben Stimme. Ob Du Sparring brauchst, eine Verkaufsstrategie, eine neue Textreihe — er bleibt generisch und hilfreich. Die Regeln haben ihm beigebracht, was er NICHT tun soll. Aber niemand hat ihm gesagt, WER er ist. Nicht wirklich.

Das ändert sich heute. Mit Rollen baust Du die Infrastruktur für Spezialisten. Nicht Generalisten mit Nametags. Spezialisten mit einer eigenen Denkschule.

Ich habe das selbst gelernt — und zuerst falsch verstanden. Ich arbeitete lange mit einem Agenten, der auf alles nett und generisch antwortete. "Gute Idee, das könnte interessant sein, hier sind ein paar Perspektiven." Höflich. Angenehm. Völlig nutzlos, wenn ich wirklich jemanden brauchte, der meine Gedanken zerlegt.

Das Rollensystem ändert das. Und es braucht weniger Zeit, als Du vielleicht fürchtest.

Was Du brauchst

Du brauchst Tutorial 1 und Tutorial 2 als Grundlage. Dein About Me steht, KONTEXT.md liegt im Arbeitsverzeichnis, Dein Regelsystem ist eingerichtet.

Warum Rollen?

Regeln und Rollen klingen ähnlich. Sind sie nicht.

Eine Regel sagt dem Agenten, wo die Grenze ist. "Kein Corporate-Deutsch." "Dateinamen immer deutsch und in Kleinbuchstaben." Das sind Leitplanken — sie verhindern Fehler. Aber sie erzählen dem Agenten nicht, wie er denken soll. Regeln beschreiben, was der Agent nicht tun soll.

Rollen beschreiben, wer der Agent ist. Ein Sparringspartner, der jede Idee zerlegt. Ein Verkaufspsychologe, der jedes Angebot durch die Linse der Überzeugung betrachtet. Das sind nicht Einstellungen — das sind Denkschulen. Und eine Denkschule verändert alles: welche Fragen der Agent stellt, welche Annahmen er hinterfragt, welche blinden Flecken er findet.

Beides zusammen — Regeln und Rollen — ergibt einen Spezialisten, der innerhalb Deiner Leitplanken denkt.

Hier ein wichtiger Punkt: Eine Rolle ist kein Jobtitel. "Berater" ist generisch. Ein Spezialist hat ein Fundament — konkrete Werkzeuge, ein intellektuelles Modell, das seine gesamte Wahrnehmung verändert. Der Sparringspartner denkt in Inversionen, sucht Systemhebel und folgt den Konsequenzen zweiter Ordnung. Das ist nicht eine "nette Eigenschaft". Das ist seine Denkschule. Er kann nicht anders denken, weil die Denkschule in seine Identität eingebaut ist.

Eine gute Rolle beschreibt eine Funktion im Unternehmen, nicht eine Beziehung zu einer bestimmten Person. Der Sparringspartner von berger+partner — Lisas Agentur in Frankfurt — ist derselbe Spezialist, egal ob Lisa oder ihr Team ihn aktiviert. Die persönliche Identität kommt aus dem About Me. Die Spezialität kommt aus der Rolle.

Das macht Rollen so mächtig: Sie gehören dem Unternehmen, nicht der Person. Und sie lassen sich beliebig erweitern.

Das Rollensystem bootstrappen

Wir folgen demselben Muster wie in Tutorial 2: Ein prompt baut die gesamte Infrastruktur auf. Copy-paste-ready. Du brauchst zehn Minuten.

Starte eine neue Konversation in Deinem Cowork-Projekt und gib das hier ein:

Ich möchte ein Rollensystem für meine Werkbank einrichten — den 
Mechanismus, mit dem mein Agent verschiedene Spezialisten annehmen 
kann.

Erstelle diese Struktur in meinem Arbeitsverzeichnis:

Werkbank/Regeln/rollensystem.md
Werkbank/Rollen/

Falls Werkbank/ schon existiert, leg Rollen/ als neuen Unterordner 
daneben zu Regeln/ an. Die rollensystem.md kommt zu den Regeln — 
weil "Leg eine Rolle an" ein getriggertes Verhalten ist, und das 
ist per Definition eine Regel.

Die rollensystem.md bekommt diesen Inhalt:

# Rollensystem

Rollen leben in Werkbank/Rollen/. Jede Rolle ist ein eigenes 
Verzeichnis mit einer SYSTEM.md.

## Struktur einer Rolle

Werkbank/Rollen/[Rollenname]/
├── SYSTEM.md       ← Persönlichkeit, Arbeitsweise, Grenzen
└── Referenz/       ← Optional: Beispiele, Vorlagen, Stilguides

## Format der SYSTEM.md

Jede SYSTEM.md hat diese Abschnitte:

- **Identität:** Was ist die Funktion dieser Rolle? 
  Beschreibt die Rolle im Unternehmen, nicht für eine Person.
  Die persönliche Identität kommt aus den Global Instructions.
- **Startup:** Welche Dateien muss der Agent *zusätzlich* 
  laden, bevor er in dieser Rolle arbeitet? 
  Hier stehen nur zusätzliche Dateien: Referenzmaterial, 
  Stilguides, Framework-Dokumente. Kann leer bleiben.
- **Arbeitsweise:** Wie denkt und handelt dieser Spezialist? 
  Konkrete Verhaltensregeln, nicht vage Beschreibungen.
- **Zuständigkeiten:** Was tut diese Rolle — und was tut sie nicht? 
  Klare Grenzen verhindern Überschneidungen.

## Wenn der Nutzer sagt "Leg eine Rolle an"

1. Neues Verzeichnis in Werkbank/Rollen/ anlegen
2. SYSTEM.md darin erstellen — im Interview mit dem Nutzer.
   Im Interview klären:
   - **Scope:** Wofür ist die Rolle zuständig? In welchen 
     Situationen wird sie aktiviert?
   - **Denkschule:** Welche konkreten Frameworks, Werkzeuge 
     oder Methoden nutzt sie?
   - **Persönlichkeit:** Wie kommuniziert sie? Direkt, 
     diplomatisch, provokant?
   - **Grenzen:** Was tut die Rolle nicht?
   Aus den Antworten die SYSTEM.md schreiben.
3. Rollen-Index in KONTEXT.md aktualisieren
   (Tabelle unter "Rollen": Rolle | Trigger | Datei,
   wobei Datei auf die SYSTEM.md zeigt, z.B.
   `Werkbank/Rollen/Sparringspartner/SYSTEM.md`)

Alle drei Schritte sind Pflicht.

---

Zweitens: Erstelle einen Abschnitt "Rollen" in meiner KONTEXT.md 
mit diesem Inhalt:

## Rollen

Rollen leben in `Werkbank/Rollen/`. Wenn der Nutzer eine Rolle 
aktivieren möchte, die passende SYSTEM.md laden und die dort 
beschriebene Identität, Arbeitsweise und Grenzen übernehmen.

| Rolle | Trigger | Datei |
|-------|---------|-------|

(Die Tabelle bleibt vorerst leer — sie füllt sich, wenn der 
Nutzer Rollen anlegt.)

Drittens: Trag die rollensystem.md als neue Zeile im **Regelsystem**-
Abschnitt der KONTEXT.md ein, mit dem Trigger: "Rolle anlegen", 
"neue Rolle", "Rolle erstellen" und der Datei: 
`Werkbank/Regeln/rollensystem.md`.

Der Agent macht das. Drei Dinge passieren gleichzeitig: Das Verzeichnis entsteht, die Maschine steht, der Index aktualisiert sich.

Hier der wichtigste Punkt: Es gibt jetzt zwei unterschiedliche Mechanismen.

Rolle ERSTELLEN läuft über das Regelsystem. Du sagst "Leg eine Rolle an: Sparringspartner" und der Agent startet ein strukturiertes Interview: Scope, Denkschule, Persönlichkeit, Grenzen. Am Ende sitzt eine fertige SYSTEM.md in Werkbank/Rollen/Sparringspartner/, und der Rollen-Index in KONTEXT.md ist aktualisiert.

Rolle AKTIVIEREN läuft über den Rollen-Index. Du sagst "Ich möchte mit meinem Sparringspartner arbeiten" und der Agent lädt die SYSTEM.md — nicht um sie zu diskutieren, sondern um sie zu werden. Er übernimmt die Identität, die Denkschule, die Grenzen.

Das ist das Unterscheidende: Eine Rolle wird nicht gebaut, wenn Du sie aktivierst. Eine Rolle wird angenommen. Der Agent wechselt die Persönlichkeit wie ein Schauspieler die Maske.

Deine Verzeichnisstruktur sieht jetzt so aus:

berger+partner/
├── KONTEXT.md                  (Regelsystem-Index um rollensystem erweitert + neuer Rollen-Abschnitt)
├── Werkbank/
│   ├── Regeln/
│   │   ├── regelsystem.md
│   │   ├── rollensystem.md     (neu)
│   │   └── ...
│   └── Rollen/                 (noch leer — hier entstehen gleich die Rollen)
└── [Projektname]/
    └── KONTEXT.md

Der Generalist antwortet

Bevor wir zur ersten Rolle springen, brauchst Du einen Vergleichspunkt. Lass mich zeigen, wie der unspezifische Agent antwortet — und warum das frustrierend ist.

Starte eine neue Konversation. Gib Deinem Agenten diese Frage:

Ich überlege, ob wir unser Angebot um Workshops erweitern sollen. 
Was hältst Du davon?

Der Agent wird antworten. Wahrscheinlich so oder ähnlich:

"Workshops können eine sinnvolle Erweiterung sein. Sie erreichen neue Zielgruppen, schaffen wiederkehrende Berührungspunkte und positionieren Dich als Experten. Es gibt ein paar Dinge zu bedenken — Aufwand, Zielgruppe, Format — aber grundsätzlich spricht einiges dafür."

Hilfreich. Generisch. Erwartbar. Genau die Art von Antwort, die überall gleich aussieht.

Bei Lisa (berger+partner, 8-köpfige Kommunikationsagentur in Frankfurt) sieht das ähnlich aus. Sie fragt ihren Agenten: "Sollen wir in diesen Employer-Branding-Call mit einem großen Konzern gehen?" Der Agent: "Employer Branding ist ein wachsender Markt. Es könnte Deiner Agentur neue Sichtbarkeit bringen. Aber berücksichtige den zeitlichen Aufwand und Deine aktuellen Kapazitäten."

Nett. Nicht falsch. Nicht hilfreich.

Bei mir persönlich: "Ich will die Tutorial-Reihe kostenlos veröffentlichen. Keine Paywalls, keine Lead-Magneten. Nur gute Inhalte frei zugänglich." Der Generalist: "Kostenloser Content baut Vertrauen auf und macht Dich sichtbar. Das kann langfristig mehr bringen als eine Paywall. Überlege, wie Du den Übergang zu einem bezahlten Angebot gestaltest."

Merk Dir diese Antwort. Wir kommen gleich darauf zurück.

Die erste Rolle erleben

Jetzt legst Du Deine erste Rolle an. Starte eine neue Konversation und gib das ein:

Leg eine Rolle an: Sparringspartner.

Er soll meine Ideen und Vorhaben durchdenken — mit konkreten 
Denkwerkzeugen: Inversionsdenken ("Was müsste passieren, damit 
das scheitert — und was, damit es ein voller Erfolg wird?"), 
Systemdenken ("Wo sitzt der Hebel? Was beeinflusst was?"), 
Second-Order Thinking ("Und was passiert dann?").

Der Agent startet ein Interview. Er fragt: "In welchem Kontext brauchst Du Sparring?" Damit definierst Du den Scope — wann diese Rolle aktiv wird und wann nicht. Dann: "Wie hart soll der Sparring sein? Soll er diplomatisch sein oder direkt?" Das formt die Persönlichkeit. Zuletzt: "Gibt es Themen oder Menschen, bei denen der Sparringspartner nicht challengen soll?" Das sind die Grenzen.

Du beantwortest die Fragen in Deinen eigenen Worten. Der Agent schreibt aus Deinen Antworten eine SYSTEM.md, die den Sparringspartner definiert, nicht nur beschreibt.

Bei Lisa sieht das so aus: "Sparring für Kundenprojekte und Agentur-Strategie. Direkt und ohne Weichspüler."

Bei mir: "Sparring für Geschäftsideen, Content-Strategie, Produktentwicklung. Direkt, gerne provokativ. Keine thematischen Grenzen."

Das Entscheidende: Die SYSTEM.md beschreibt jetzt konkret, wie der Sparringspartner denkt. Nicht "sei konstruktiv kritisch". Sondern "Denke in Inversionen, suche den Systemhebel, folge den Konsequenzen."

Das ist nicht eine nette Eigenschaft. Das ist die Denkschule. Der Agent kann jetzt nicht anders denken, wenn die Rolle aktiv ist.

Der Aha-Moment

Jetzt das Gleiche nochmal — aber mit der neuen Rolle.

Starte eine neue Konversation. Sag:

Ich möchte mit meinem Sparringspartner arbeiten.

Ich überlege, ob wir unser Angebot um Workshops erweitern sollen.

Die Antwort ist komplett anders.

Der Sparringspartner antwortet nicht: "Das könnte interessant sein." Er antwortet: "Lass mich das von drei Seiten anschauen. Erstens, der Hebel: Workshops binden Deine Zeit direkt — ist das gerade der Engpass, oder hast Du Kapazität? Und wer kommt zu den Workshops — dieselben Leute, die Dich auch so buchen würden, oder neue? Zweitens, invertiert: Was müsste passieren, damit die Workshops ein voller Erfolg werden? Klare Zielgruppe, echtes Problem, ein Format, das sich von allem anderen abhebt. Hast Du das? Und drittens: Was passiert danach? Wenn die Workshops laufen — ziehen sie Kunden an, die später auch Beratung buchen? Oder fressen sie die Zeit, die Du für Bestandskunden brauchst?"

Dieselbe Frage. Komplett andere Perspektive.

Bei Lisa: "Sollen wir in den Employer-Branding-Call mit dem Konzern gehen?" Der Sparringspartner denkt anders: "Systemisch: Was passiert mit Euren bestehenden Kunden, wenn Ihr einen Konzern ins Portfolio nehmt? Mehr Referenzen, oder mehr Abhängigkeit? Invertiert: Was müsste passieren, damit dieser Kunde Euer bester wird? Und was, damit er Euch schadet? Second-Order: Wenn Ihr den Konzern bedient — verändert das, welche Kunden danach auf Euch zukommen?"

Das ist das Aha: Dieselbe Frage, die der Generalist mit "Das könnte interessant sein" beantwortet, wird zerlegt.

Die Denkschule ändert nicht die Stimme. Sie ändert das Denken.

Die zweite Rolle: Den Blickwinkel wechseln

Jetzt legst Du eine zweite Rolle an. Wieder: neue Konversation, neuer Prompt:

Leg eine Rolle an: Verkaufspsychologe.

Er soll alles durch die Linse der Überzeugung betrachten — mit 
konkreten Frameworks: Cialdinis Prinzipien (Reziprozität, Social 
Proof, Verknappung, Autorität, Sympathie, Konsistenz), Framing-
Effekte und kognitive Biases.

Das Interview läuft ähnlich. Scope, Denkschule, Persönlichkeit, Grenzen. Du bist jetzt schon vertraut mit dem Muster.

Jetzt fragst Du dieselbe Frage nochmal — aber mit dem Verkaufspsychologen:

Ich möchte mit meinem Verkaufspsychologen arbeiten.

Ich überlege, ob wir unser Angebot um Workshops erweitern sollen.

Der Verkaufspsychologe antwortet wieder anders: "Workshops sind ein starkes Social-Proof-Tool. Leute sehen andere Menschen lernen und wollen dabei sein. Aber: Wie rahmst Du das Angebot? 'Limitiert auf 12 Plätze' triggert Verknappung. Autorität kommt von den Testimonials ehemaliger Workshop-Teilnehmer. Sympathie: Welche Geschichte erzählst Du über warum Du diese Workshops machst — nicht dass Du sie machst."

Drei Fragen. Drei Antworten. Alle unterschiedlich.

Der Sparringspartner zerlegt die Geschäftslogik. Der Verkaufspsychologe zerlegt die Wirkung. Beide Perspektiven sind wertvoll. Beide kommen aus derselben Infrastruktur.

Bei Lisa: Der Verkaufspsychologe würde auf die Konzern-Anfrage ganz anders reagieren: "Das ist eine Vertrauensfrage. Wie kommunizierst Du das Engagement? Konsistenz: Passt das zu Deiner bisherigen Positionierung? Social Proof: Welche anderen Kunden dieser Größe hast Du, die ich nennen kann? Autorität: Wer in Deinem Team macht das, und warum ist die Person die richtige?"

Siehst Du das Pattern? Eine Infrastruktur. Mehrere Denker. Jeder mit eigener Logik.

Was Du jetzt hast

Deine Verzeichnisstruktur sieht jetzt so aus:

berger+partner/
├── KONTEXT.md                  (mit Projekt-Index + Regel-Index + Rollen-Index)
├── Werkbank/
│   ├── Regeln/
│   │   ├── regelsystem.md
│   │   ├── rollensystem.md
│   │   └── ...
│   └── Rollen/
│       ├── Sparringspartner/
│       │   └── SYSTEM.md
│       └── Verkaufspsychologe/
│           └── SYSTEM.md
└── [Projektname]/
    └── KONTEXT.md

Dein Agent kann jetzt nicht nur richtig handeln. Er kann in verschiedenen Denkschulen denken. Gleichzeitig: Er handelt trotzdem noch nach Deinen Regeln. Beides ist aktiv.

Gleichzeitig: Rollen sind kein Allheilmittel. Ich habe anfangs zu viele Rollen angelegt — für jede Kleinigkeit einen eigenen Spezialisten. Das Ergebnis war Chaos. Drei bis fünf Rollen, die Du wirklich brauchst, sind mehr wert als fünfzehn, die Du nie aktivierst. Weniger ist auch hier mehr.

Ein Bonus-Punkt: Wenn Du einen Texter brauchst — leg die Rolle an. Aber füttere sie mit Material. Fünf bis zehn Texte, die Deinen Stil zeigen. Keine generischen Texte. Deine Texte. Der Texter wird dann zum besten Ghostwriter, den Du je hattest. Ohne Referenzen bleibt er generisch. Mit Referenzen wird er scharf.

Das gilt für alle Rollen: Je spezifischer das Referenzmaterial, desto schärfer wird der Spezialist.

Ein Wort zur Pflege

Rollen brauchen weniger Wartung als Regeln, weil sie seltener entstehen. Aber ab und zu lohnt ein Check. Starte eine neue Konversation und sag: "Schau Dir alle Rollen an, die wir haben. Gibt es Überschneidungen, Widersprüche oder Rollen, die nicht mehr zu meiner Arbeitsweise passen?" Der Agent liest den Index, prüft jede SYSTEM.md und gibt Dir einen Überblick. Du entscheidest — aber die Analyse macht er.

Wie bei den Regeln: Du sprichst mit Deinem System über Veränderungen. Du editierst nicht selbst in den Dateien herum.

Was als Nächstes kommt

Dein Agent kennt Dich (About Me) und Dein Unternehmen (KONTEXT.md). Er folgt Deinen Grenzen (Regeln — Dein erstes Werkzeug). Er kann in verschiedenen Denkschulen denken (Rollen — Dein zweites Werkzeug). Zwei von drei Werkzeugen liegen im Regal.

Aber bisher machst Du noch alles manuell. Du fragst Deinen Sparringspartner. Du fragst Deinen Verkaufspsychologen. Jedes Mal ein neuer Prompt, ein neuer Gedanke.

Im nächsten Tutorial: Aufgaben — Dein drittes Werkzeug. Definierte Abläufe, die Dein Agent selbständig ausführt. Content synchronisieren zwischen Plattformen. Controlling-Berichte wöchentlich aktualisieren. Meeting-Transkripte automatisch einpflegen. Nicht nur Leitplanken und Persönlichkeiten. Echte Arbeit, die Du delegierst.

Stay Mindful
Jakob 🙏

Signatur von Jakob Holderbaum