Am Ende steht ein Claude-Team-Account, Du sitzt selbst auf einem Premium-Platz, die Organisationseinstellungen sind durch, und Deine Leute haben ihre Zugänge. Das ist eine halbe Stunde. Unterwegs zahlst Du, mit Karte. Dein eigenes Konto und die App kommen erst danach dran, zurück in „Deine Werkbank aufstellen" unter „Was Du brauchst".

Wenn Du bereits einen Claude-Zugang von Deinem Arbeitgeber bekommen hast, ist dieses Tutorial für Dich nicht relevant. Dann hast Du, was Du brauchst, und kannst direkt Deine Werkbank einrichten.

Warum es der Team-Plan ist

Datenschutzkonform läuft Claude in den Plänen Team und Enterprise. Zu so einem Plan gehören Unterlagen, und die liefert das Datenschutzpaket MitSicherheit. Das machst Du in einer eigenen Session, nicht jetzt.

Kostenlos gibt es den Zugang zum Paket in meinem Free Workshop.

Den Plan kaufen

Die nächsten Bildschirme sind englisch, weil es noch kein Konto gibt, an dem eine Sprache hängen könnte — direkt nach dem Kauf stellst Du die Oberfläche auf Deutsch.

Los geht es auf claude.ai/onboarding. Nimm Deine Unternehmens-Mailadresse, nicht Deine private. Mit einer GMX- oder Mailbox-Adresse landest Du in einem Umweg, den Du Dir sparen kannst.

Hol Dir den Bestätigungscode aus der Mail. Auf „Let's create your account" setzt Du das Häkchen bei den Consumer Terms; das zweite Kästchen, das Werbemails anbietet, bleibt leer. Danach kommen Geburtsdatum und Vorname.

Dann fragt Claude, wie Du es nutzen willst. Nimm „With my team".

„How are you planning to use Claude?" — links „For personal use", rechts „With my team"

Jetzt gibst Du dem Team einen Namen. Nimm den Namen Deiner Firma — er steht später in der Oberfläche jedes Mitglieds und in jeder Einladung, die rausgeht.

„Let's create your team" mit dem Feld für den Teamnamen

Jetzt kommt die Seite „Choose your seats and plan". Oben stehen die Kacheln „Monthly" und „Annually" — hier geht es monatlich weiter. Darunter liegen die Plätze:

  1. Unter „Order details" steht die Bestellung auf „2 Standard seats".
  2. Klick auf „Adjust seats". Vorher sind die beiden Zahlen gar nicht da.
  3. „Standard seats" auf 0.
  4. „Premium seats" auf 2 — das Minimum, das die Seite selbst nennt: „Team plans have a minimum of 2 seats".

Die Seite „Choose your seats and plan" nach dem Klick auf „Adjust seats": beide Zähler und die Kacheln Monthly/Annually

Plätze kaufst Du nach, sobald Du Leute hinzufügst; hier nimmst Du das Minimum.

Jeder, der mit Cowork arbeitet, braucht einen Premium-Platz, Du auch. Auf einem Standard-Platz stößt Du dauernd an die Grenze und musst ein paar Stunden warten, bis es weitergeht.

Ich bin bei Holderbaum Studios zwar allein, nutze aber trotzdem beide Plätze: Der zweite gehört meinem Mac Mini, auf dem ebenfalls Cowork läuft.

Bleibt das Bezahlen, auf derselben Seite unter „Payment method". Drei Zeilen daraus erklären sich nicht von selbst:

  • „Full name" ist der Name, der auf der Karte steht, nicht der Firmenname.
  • Kreuz „Use a different name on invoices" an. Darunter erscheint „Bill to", dort kommt der Firmenname hin; die Adresse von oben wird übernommen. So laufen die Rechnungen auf die Firma.
  • „Business tax ID (Optional)" bleibt leer.

Dann „Subscribe and Pay".

Die Oberfläche auf Deutsch stellen

Nach dem Bezahlen bist Du angemeldet. Klick unten links auf Dein Profil und stell die Sprache auf Deutsch. Ab hier ist die Oberfläche deutsch, und diese Reihe zeigt sie so. Im selben Menü geht es weiter in die Organisationseinstellungen.

Das Profilmenü mit der Sprachumstellung und dem Einstieg in die Organisationseinstellungen

claude.ai/admin-settings führt ebenfalls direkt dorthin.

Nachsehen, was Du gekauft hast

In der Seitenleiste: Personen → Mitglieder. Dort steht Deine eigene Zeile, mit der Kennzeichnung als Haupteigentümer. Daneben muss Premium stehen.

Die eigene Zeile in der Mitgliederliste und die Stelle, an der der Platz gesetzt wird

Steht dort Standard, setzt Du den Platz in derselben Zeile auf Premium. Dann geht es weiter.

Die Organisationseinstellungen

Sechs Seiten, fünfzehn Zeilen, von oben nach unten durch die Seitenleiste.

Du siehst auf diesen Seiten mehr Schalter und mehr Reiter, als hier stehen. Alles, was hier nicht steht, lässt Du, wie es ist.

Diese fünfzehn Zeilen setzt Du für die ganze Organisation, nicht in Deinem eigenen Konto. Niemand kann sie umdrehen.

Die Seitenleiste der Organisationseinstellungen mit ihren vier Gruppen

Organisation und Zugriff

Beide Zeilen liegen im Abschnitt Authentifizierung, Unterpunkt Benutzerbereitstellung.

Einladungslink — steht auf aus.

Mitgliedereinladungen — steht auf aus.

Kein offener Link in Deine Organisation, und Einladen bleibt Chefsache. Deine Leute kommen gleich von Hand herein.

Oben auf derselben Seite steht der Teamname, den Du beim Kauf vergeben hast. Hier änderst Du ihn, falls nötig.

Daten und Datenschutz

Die Seite hat vier Reiter, und die beiden Zeilen liegen in zweien davon.

Chats extern teilen — Reiter Teilen — steht auf aus. Damit nichts versehentlich nach außen geht.

Chats bewerten — Reiter Datenschutzeinstellungen — steht auf aus. Ist die Zeile an, können Deine Leute Claudes Antworten bewerten. Einen bewerteten Chat hebt Anthropic zur späteren Auswertung auf, und zwar länger, als die Zero-Data-Retention-Regeln es vorsehen.

Funktionen

Websuche — Abschnitt Datenquellen — steht auf an. Ohne Websuche keine Recherche.

Frage [Firmenname] — Abschnitt Datenquellen — steht auf aus. Statt der Klammer steht dort der Name Deiner Organisation. Die Zeile zieht Antworten aus den Daten Deiner Organisation, und Du kannst nicht nachsehen, aus welchen und auf welchem Weg. Und sie bringt nichts.

Artefakt-Konnektoren aktivieren — Abschnitt Visuelle Inhalte — steht auf an. Artefakte, die in Cowork entstehen, dürfen damit auf die Konnektoren zugreifen, genauso wie die Konversation selbst. Damit können die Artefakte sich aktualisieren.

Gedächtnis für dein Team aktivieren — Abschnitt Erinnerungen — steht auf aus. Deine Werkbank baut ihr Gedächtnis in Dateien auf, die Dir gehören. Das hier braucht sie nicht.

Produkte → Claude Code

Desktop — steht auf aus. Die Werkbank braucht es nicht.

Bei Deinen Leuten verschwindet damit ein ganzer Block aus den Einstellungen.

Produkte → Cowork

Cowork in der Cloud ausführen — steht auf aus. Die Dateien einer Konversation werden dabei temporär auf Anthropic-Server kopiert, Arbeit und Konversation finden dort statt, das Ergebnis wird zurückkopiert. Dafür arbeitet Cowork weiter, auch wenn Du den Rechner zuklappst. Deine Dateien liegen dann aber auf einem fremden System, und dass sie auf Deinem eigenen liegen, ist der Grund für Cowork — deshalb bleibt die Zeile aus.

Dispatch aktivieren — steht auf an. Damit gibst Du Cowork vom Handy aus Aufträge. Ich empfehle es, weil es praktisch ist; wer es nicht braucht, lässt es aus.

Die drei Zeilen im Abschnitt Berechtigungen gehören zusammen. Der Grundzustand ist: Cowork fragt immer nach, wenn ein Anschluss nach draußen etwas tun soll — eine Mail anlegen, ein Label setzen, ein Dokument lesen oder anlegen. Dazu gehört Anthropics Warnung: Inhalte aus den verbundenen Anwendungen können Anweisungen enthalten, und Cowork führt sie aus, als kämen sie von Dir. Prompt Injection heißt das.

Modus „Automatisch genehmigen" zulassen — steht auf an. Diese Zeile erlaubt den Modus; einschalten muss ihn jeder für sich. Cowork entscheidet dann selbst, ob eine Freigabe erteilt wird — außerhalb der Konversation und unabhängig davon, was darin steht.

Modus „Alle Genehmigungen überspringen" erlauben (Beta) — steht auf aus. Damit bleibt es beim Nachfragen. Ich weiß nicht, was passieren kann, wenn das wegfällt, und lasse es deshalb.

„Immer erlauben" für Connector-Tools zulassen — steht auf an. Damit sagst Du bei einer einzelnen Aktion immer statt nur jetzt: einen Mail-Entwurf anlegen zum Beispiel, dabei kann nichts schiefgehen, also einmal erlauben und Ruhe. Diese Einstellung macht die Wahl überhaupt erst möglich.

Produkte → Artefakte

E-Mail-Einladungen außerhalb deiner Organisation — direkt unter Externe Freigabe — steht auf aus. Externe Freigabe darüber sperrt das Teilen nach außen; diese Zeile hier führt trotzdem daran vorbei, per Mail-Einladung statt per Link. Sie kam im September neu dazu und stand ab Werk auf an. Bei mir war sie damit offen, während die Freigabe nach außen daneben zu war — gefunden habe ich sie erst bei einem späteren Abgleich meiner Einstellungen.

Weiter geht es, wenn Du auf allen sechs Seiten warst und jede der fünfzehn Zeilen so steht, wie sie hier steht.

Deine Leute reinholen

Zurück auf Personen → Mitglieder, dieselbe Seite wie vorhin. Die Plätze rechnest Du vorher nicht aus: Fehlen welche, kommt der Kaufdialog von allein — bezahlen, fertig.

  1. Oben rechts auf Mitglied hinzufügen.
  2. Im Dialog die E-Mail-Adressen aller Leute eintragen, die dazukommen sollen — alle auf einmal, der Dialog nimmt sie in einem Durchgang.
  3. Unten Rolle: Benutzer.
  4. Stufe: Premium, damit sie mit Cowork arbeiten können.
  5. Klick unten rechts auf den Knopf — er trägt die Zahl der Leute, die Du eingetragen hast.

Der Dialog „Mitglied hinzufügen": Adressen, Rolle Benutzer, Stufe Premium

Wenn Du erst einmal allein anfangen willst, überspringst Du den Schritt und holst ihn später nach.

Was Deine Leute sehen

Das meiste von dem, was Du gerade eingestellt hast, sehen Deine Leute nicht einmal.

Bei der ersten Kollegin, die ihren Zugang bekommt, kannst Du das nachsehen. Macht sie ihre Einstellungen auf, fehlen dort ganze Blöcke. Unter Datenschutz steht bei ihr ein einziger Punkt, geteilte Chats. Der ganze Block, in dem es um das Ausführen von Code geht, ist nicht da. Artefakte steht da, aber ausgegraut. Und in ihren Claude-Code-Einstellungen fehlt der Block Lokale Sitzungen — die Folge dessen, was Du unter Produkte → Claude Code abgeschaltet hast.

Der Vorteil: Das ist einmal zentral gesetzt, und niemand muss es selbst einstellen.

Fertig heißt

  1. Der Team-Account steht und trägt den Namen Deiner Firma.
  2. In der Mitgliederliste steht neben Deinem Namen Premium.
  3. Die sechs Einstellungsseiten sind durch.
  4. Deine Leute sind eingeladen — oder Du weißt, dass Du sie später holst.
  5. Die Datenschutzunterlagen sind angestoßen.

Steht alles davon, geht es zurück in Deine Werkbank aufstellen, zu „Was Du brauchst".

Stay Mindful
Jakob 🙏

Signatur von Jakob Holderbaum