Irgendwann willst du selbst reinschauen. In die KONTEXT.md eines Projekts, in eine Rolle, weil du das Gefühl hast, irgendwas passt nicht. Du öffnest die Datei — und sie sieht furchtbar aus. Unübersichtlich, spätestens bei Tabellen. Was du da siehst, ist Markdown: Textdateien, die einem standardisierten Format folgen. Genau dieses Format macht sie eigentlich schön darstellbar. Im reinen Texteditor ist davon nur nichts zu sehen.
Das löst ein Markdown-Viewer. Ich setze auf Typora. Einmalig 15 Dollar, danach gehört es dir — mit 15 Tagen zum Ausprobieren. Schlank, gepflegt, läuft auf den gängigen Betriebssystemen. Kostenlose Alternativen gibt es, mich hat keine in ihrer Einfachheit überzeugt. Öffnest du eine .md-Datei, sieht die Tabelle plötzlich aus wie in einem Word-Dokument. Du könntest sogar direkt editieren — machen wir nicht, das übernehmen die Agenten — aber die Druckvorschau ist sauber, und das finde ich unglaublich praktisch.
Was Typora nicht löst: die Navigation. In der KONTEXT.md sind Rollen verlinkt, die wieder auf andere Dateien zeigen. Sich durch Werkbank, Rollen, bis zur SYSTEM.md zu klicken, ist umständlich und bricht den Lesefluss.
Dafür gibt es Obsidian. Kostenlos, seit Jahren solide. Du öffnest deinen Werkbank-Ordner als Vault, und links liegt die ganze Struktur: alle Verzeichnisse, alle Dateien. Das Schöne sind die Verweise — ein Klick, und du springst zur verlinkten Datei, mit Command sogar in einem neuen Tab. Ein bisschen wie im Browser. Du klickst dich einfach durch deine Werkbank.
Obsidian zeigt nur Markdown. Die Excel-Datei im Controlling-Projekt taucht hier nicht auf — es ist ein Markdown-Explorer, kein Datei-Manager. Aber genau dafür ist es da: die Struktur ansehen, navigieren, ohne ständig zwischen Finder und Editor zu wechseln.
Zwei Tools, ein Ergebnis: Typora für die einzelne Datei, Obsidian für die ganze Werkbank. Endlich Überblick.
