Session 1 hat mit einer Standserhebung begonnen: zwölf Teilnehmer, jeder mit 90 Sekunden, jeder mit seinem Use Case und dem Stand seiner Werkbank — von der Mandatsvereinbarung bis zur Kapazitätsplanung. Dieses Lagebild trägt die nächsten vier Wochen: Es entscheidet, wer welche Hausaufgabe bekommt und wo die Schärfung ansetzt.

Der dichteste Block der Session entstand aus einer Frage. „Was ist eine Halluzination? Ich weiß wirklich nicht, was das ist" — und genau diese Frage hat die zentrale Lehre freigelegt: Ein System halluziniert immer dann, wenn im Kontext eine Information fehlt, die für die Aufgabe notwendig wäre. Eine Halluzination ist damit ein Indikator: In Deinem Kontext fehlt etwas. Jakob hat das am eigenen Fehler gezeigt — ein erfundenes Zitat in einem Handout, reproduzierbar, samt Diagnose und Lösung: die Aufgabe so umbauen, dass das Zitat früh gesucht und festgehalten wird. „Such dir erst mal ein passendes Zitat raus und merk dir das."

Der zweite rote Faden: die Zwiebel. Beim Schärfen der Use Cases im Plenum wurde aus zwei konkreten Fällen ein Prinzip für alle — Du suchst den kleinsten delegierbaren Kern Deiner Aufgabe und setzt genau den zuerst um, ohne im ersten Wurf den Prozess zu verändern. Die Schichten drumherum kommen später. „Es geht nicht um die halbe Stunde. Es geht darum, einen Use Case umzusetzen und zu lernen, wie das geht."

Die Hausaufgabe ist nach Stand differenziert: Videos schauen, Werkbank einrichten, den eigenen Use Case als Aufgabe abbilden — je nachdem, wo Du stehst. Der Auftrag dahinter ist für alle gleich: ins Machen kommen. „Seid mutig, ihr könnt es nicht falsch machen."