Der datenschutzkonforme Einsatz von KI-Tools ist möglich — solange Du die nötigen Voraussetzungen schaffst. Und die sind vor allem formaljuristischer Natur. Prinzipiell unterscheidet sich ein Anthropic nicht von einem Microsoft oder einem Google: Alle drei sind amerikanische Unternehmen, denen wir unsere Daten anvertrauen. Bei Google und Microsoft machen wir das seit vielen Jahren, die DSGVO-Fragen sind dort lange geklärt. Bei Anthropic ist das neuer, und genau da setzt die Verunsicherung an: Es gibt Anwälte am Markt, die sagen, der Einsatz sei nicht möglich, gefährlich, die Daten landeten im Modelltraining.

Im Kern erschlagen wir das Thema mit mehreren Hebeln. Der erste ist der richtige Plan. Pro und Max sind die privaten Pläne — sie bieten nicht das juristische Rahmenwerk, das Du brauchst, und das Modelltraining musst Du dort selbst deaktivieren. Beim Team- oder Enterprise-Plan bekommst Du das meiste direkt mit: Das Training auf Deinen Daten ist vertraglich verboten, die Daten werden nicht länger als 30 Tage gespeichert, und Du bekommst den Auftragsverarbeitungsvertrag, den AVV.

Der nächste Hebel ist die Frage: Zustimmung einholen oder informieren? Bei Outlook oder Gmail holst Du auch nicht die Zustimmung von jedem ein, der Dir eine E-Mail schickt. Es gibt ein berechtigtes Interesse, dieses Produkt für Deinen Unternehmenszweck zu nutzen, und es ist erwartbar, dass die Daten dort landen. Wenn beides gilt, reicht die Informationspflicht: ein Passus in Deiner Datenschutzerklärung. Die juristische Argumentationskette dahinter steht in der Datenschutzfolgenabschätzung — die muss bei einer Prüfung vorliegen.

Genau diese Dokumente haben wir fertig gemacht. Als Werkstatt-Teilnehmerin bekommst Du das gesamte Compliance-Paket kostenlos — für immer, quartalsweise aktualisiert, von einer Kanzlei inhaltlich geprüft. Du löst es unter mitsicherheit.ai/einloesen mit dem Zugangscode KI-WERKSTATT-260601 ein, passt die neun Dokumente in etwa einer Stunde auf Dein Unternehmen an — und dann ist die Datenschutzkonformität von Claude erledigt. Haken dran.

Ein Hinweis noch: Manche Berufsgruppen haben einen weiteren Schutzgrad — Ärzte, Anwälte, Notare. Dafür kommt ein eigenes Video und ein eigenes Paket. Und ganz unabhängig vom Beruf gibt es Daten, die immer eine Zustimmung brauchen, etwa Gesundheitsdaten. Welche Daten in Claude dürfen, welche nicht und wo der Graubereich liegt, steht in der Nutzungsrichtlinie im Paket — auch zum Weitergeben an Deine Kolleginnen und Kollegen.