Jeder Workshop beginnt bei mir mit demselben Satz: „Das ist keine Theorie. Das ist echte Arbeit mit echten Agenten." Am 23. April war das die fünfte Version dieses Formats in wenigen Monaten — weil sich alles so schnell verändert, dass jede Dramaturgie nach vier Wochen veraltet ist. Hier ist die komplette Aufzeichnung.
Was Du siehst, ist zwei Stunden Arbeit an einem Ort, den ich die Werkbank nenne. Ein Verzeichnis auf meinem Rechner. Vier Bestandteile: Das Schild, auf dem steht wer ich bin. Die Werkzeuge — Regeln, Rollen, Aufgaben. Die Werkstücke — Projekte und Engagements. Und die Anschlüsse an Kalender, E-Mail, alles andere. Markdown-Dateien. Portabel. Meins.
Was das in der Praxis heißt, siehst Du live: Eine Kundenanfrage landet als E-Mail. Der Agent legt das Engagement an, entwirft eine Antwort in meinem Ton, legt den Terminvorschlag in den Kalender. Danach telefoniere ich live mit einer Interessentin — Marcel war so mutig, die Rolle zu übernehmen. Das Transkript fließt zurück in dieselbe Werkbank. Profil aktualisiert, Follow-up liegt als Entwurf in Gmail, offene Aktionen stehen in der Übersicht. Keine Klicks. Keine Copy-Paste-Kette. Ein Satz reicht: „Pflegs ein."
Der Moment, an dem es im Raum klick macht, ist nicht die Demo. Es ist der Satz danach: „Ich brauche kein CRM mehr." Nicht als Rebellion — als logische Konsequenz. Wenn mein Agent alle Daten lesen und schreiben kann, brauche ich kein Webinterface, das mir jemand pro Seat vermietet. Ich brauche die Daten in einer Form, mit der der Agent arbeitet. Das Schicksal vieler SaaS-Tools in den nächsten Jahren ist genau das: überflüssig.
Und dann ist da die Doppeldividende. Der Begriff, der mir am meisten hilft, das Ganze einzuordnen. Erstens: Der Agent macht die Arbeit. Zweitens: Die Zeit, die ich nicht mit Tippen verbringe, kann ich anders nutzen. Für meine Kinder. Für ein längeres Kundengespräch. Für einen Spaziergang mit dem Hund. Tippen war das Bottleneck. Diktieren löst es. Die Werkbank löst den Rest.
Das Entscheidende, was ich selbst erst über die Monate gelernt habe: Das System wird mit jeder Nutzung besser. Die ersten zwanzig Handouts, die ich erzeugen ließ, haben mich genervt — Schriftgrößen passten nicht, Abstände nicht, Layout nicht. Heute kommentiere ich nur noch den Inhalt. Jede Korrektur, die ich gegeben habe, ist zur Regel geworden. Jeder Fehler zur SOP. Das ist Compounding. Zinseszins auf Dein Arbeitssystem.
Und dann?
Wenn der Gedanke nach dem Workshop nicht loslässt — gut. Das ist der Punkt.
Der nächste Schritt ist eine eigene Werkbank. Die Werkbank-Tutorials zeigen Dir, wie Du sie aufbaust. Kein Wizard, keine Plattform — ein paar Prompts, mit denen der Agent sich seine eigene Struktur aufbaut. Dauer: ein Nachmittag.
In der Insider-Community teile ich regelmäßig, wie ich täglich mit meinen Agenten arbeite. Echte Arbeit, mit Sackgassen und Durchbrüchen. WhatsApp-Gruppe, ich bin mit drin. Und wenn Du tiefer willst: Die KI-Werkstatt ist sieben Wochen Begleitung bis zum eigenen System im Alltag. Am Ende steht nicht Verständnis, sondern ein System, mit dem Du anders arbeitest. Schreib mir, wenn Du Fragen hast.
Stay Mindful
Jakob 🙏


